Die Geschichte der Monster-Guugger Bueri

Es war einmal...

...vor langer Zeit im kleinen Rontaler Dorf "Bueri". Genauer im denkwürdigen Jahr 1991. Da waren nämlich einige kleine Buben, so um die zwölf Jährchen alt, so begeistert von der Luzerner Fasnacht, dass im kleinen Dorf der Fasnachtswind unbedingt auch wehen musste. Wohl gab es schon den einen oder anderen Fasnachtsverein, aber das waren halt alles Erwachsene! So musste wohl oder übel selbst eine Kinderguuggenmusig gegründet werden. Also nahm eine Handvoll tatkräftiger Jungs und Mädchen, allen voran unser damaliger Präsident Adrian Röösli, das Problem an die Hand. 


Wie sich das für eine Legende gehört, fanden die ersten Probe in einer alten, mit Gerümpel gefüllten Garage statt. Schon damals haben wir für unsere Probelokalitäten auf den Goodwill von Eltern und den Buerer Unternehmern zählen können. Als wir, vorerst nur bestandsmässig, grösser wurden, zogen wir erst in die Obsthalle von Stirnimanns, dann waren wir beim lokalen "Systemgerüstler", in den ehrwürdigen Hallen der Firma Wiederkehr, zu Hause.


Unterstützung von überall von Früher bis Heute

Auch dürfen wir immer wieder die tolle Unterstützung von Seite der Gemeinde geniessen. So haben wir als Vollformation seit einiger Zeit bei der Musikgesellschaft Perlen-Buchrain im Schulhaus Perlen Unterschlupf gefunden. Die einzelnen Register jedoch üben noch immer über das ganze Dorf verteilt.

Aber auch in allen anderen Belangen konnten wir immer wieder auf unsere Eltern vertrauen, sei es beim Nähen der Gwändli - für den ersten Auftritt, an der 700-Jahr-Feier im Schulhaus Hinterleisibach, mussten wir zwar leihweise auf das vorjährige Gwändli einer anderen Musig zurückgreifen - oder zum automobilen Transport an auswärtige Auftritte. Wir durften nämlich schon bald an der Kinderfasnacht in Root und sogar am grossen Kinderumzug in Ebikon mitmachen. Zumindest der Letztere gehört immer noch zu unseren alljährlichen "Verpflichtungen", der wir natürlich gerne nachkommen. Auch der güdismontagliche Chesslete sind wir als Buerer Musig seit Anfang an treu.


Monster-Guugger wurden auch ausserhalb des Rontals einen Begriff

Inzwischen zeigen wir uns nicht nur in der halben Innerschweiz, nein, dank guten Beziehungen zu anderen Musigen und sonstigen Prominenten machen wir zum Beispiel auch den Tessin oder die Welschschweiz mit unseren kakophonischen Klängen unsicher!
Die Musikqualität nahm ständig zu, und wo ein Tambour früher gerade mal knapp eine Saison im Amt war, hat sich das langsam, aber sicher zu einer professionellen Angelegenheit entwickelt. Unser Tambour und Liederchef Mario Bazzani serviert uns nämlich sämtliche Noten registerweise gebündelt, und zum zu Hause üben erhielt jedes Mitglied eine CD mit sämtlichen Liedern und Registerstimmen!

Alsbald musste auch eine grössere Vereinsfahne her und zwar mitsamt Fahngotte und -götti in den Personen von Margrit Röösli und Peter Steiner.


Die Buerer Fasnachtseröffnung etabliert sich

Einen wichtigen Schritt taten wir 1998, als wir die hohe Ehre hatten, den "Vereinigten Guuggenmusigen" von Luzern beitreten zu dürfen. Somit verfügten wir über das Recht, am Monstercorso mitzumarschieren. Dank dieser Zugehörigkeit hatten wir auch das Glück, uns an zweier CD-Aufnahmen der "Vereinigten" zu beteiligen.

Zur definitiver Bekanntheit in ganz Bueri und auch im näheren und fernen Ron- und Reusstal führte jedoch erst die Fasnachtseröffnung '98, als wir zum ersten Mal den Kinderumzug mit anschliessendem MONSTER-VIRUS veranstalteten. Damals noch im bescheidenen Rahmen, mit einem Umzügli durchs Dorf, Festbetrieb in der Turnhalle und einer kleinen Bar für die Abendunterhaltung, präsentiert sich der Anlass mittlerweile als grossflächigen Virus, an dem jung und alt gefallen finden, was sich in einer hohen (jedoch freudig in kaufgenommenen) Rückfallquote bemerkbar macht.


Vom "Juhubiläum" bis zur CD-Aufnahme

in weiterer Höhepunkt der Monster-Guugger war dann das 10 jährige Jubiläum 2001, welches ganz unter dem Motto "Juhubiläum" stand. Es wurde gefeiert wie noch nie zuvor. Wir erfreuten uns über die vielen Gratulationen, Glückwünsche und über unsere treu gebliebenen Fans. Ja man spürte förmlich wie die Bevölkerung mit uns zusammen Fasnacht machte ; eben "Monster-Guugger – Fasnacht vo, met ond för Bueri"!

Nach diesem grossartigen Jubiläumsjahr war für uns keines Wegs zurücklehnen angesagt. Im Gegenteil ! Neue Ideen, Pläne, Umstrukturierungen... versprachen ein höchst interessantes Vereinsjahr 2001/2002.

Unter dem Motto "Heidi" war eine urchige Fasnacht vorausprogrammiert. Auch musikalisch passten wir uns dem Sujet an. So durfte, nebst anderen neuen & stimmungsvollen Liedern, das Stück Heidi nicht fehlen. Dieses Lied konnte man nicht nur mitsingen, nein, sogar schaukeln war angesagt! Das Heidi und der Peter samt Alpöhi waren im Rontal, in der Stadt, auf dem Land, in Zürich...anzutreffen und löste überall Begeisterung und Freude aus.

Danach wurde einen Abstecher in die seventies gemacht, in denen das "Disco Fever" hoch im Kurs war. Mit dem Motto "Alles wird Geklaut" machten wir als Piraten mit unserem Captain Mario voraus, die Region unsicher. Als "Lucky Luke and the Daltons" wehte ein leichter Hauch von Western durch das Rontal, wobei alle Revolverhelden auf ihre Kosten kamen.

"The Bueri Monsters"- 15 Jahre ein unschlagbares Team: So hiess das Sujet zum 15 jährigen Jubiläum, mit dem wir die Fasnacht 06 in Angriff genommen haben. Richtige Cheerleaders haben uns bei den Auftritten unterstützt und für Stimmung gesorgt. Mit der CD "Bletzt" hielten wir unser 15-Jähriges musikalisches Schaffen auf CD fest.


Vom Teufelskreis über den Waggisjäger bis zum Griech

Mit dem Sujet "Teufelskreis" und neuem Tambi gingen wir mit der Rekordmitgliederzahl von 52 Nasen in die nächste Saison. Unvergesslich bleiben die Auftritte mit den Töndlitäscher Meierskappel am Monster-Virus und in Luzern wo wir zwei Lieder gemeinsam zum besten gaben.

Als Waggisjäger präsentierten wir uns im Jahr 2008, wo wir als Höhepunkt zum ersten Mal beim Luzerner Umzug mitlaufen durften. Der gefangene Waggis voraus, und die Bueri-Garde mit richtigen Tambouren im Gleichschritt hinterher. So präsentierten wir uns musikalisch untermalt vom legendären "Truure".

Als Sherpas gingen wir in die Saison 2009. Mit unserem neuen Tambour Jörg Amstad aka Olga M. zeigen wir den Luzerner eine gute Alternative zum abgeschafften Gütschbähndli auf. Am Luzerner Umzug hatten wir so einiges zu schleppen...

Als trauernde Damen und Herren trugen wir an der Fasnacht 2010 d'Lozärner Sponte zu Grabe. Der nicht ganz leichte Sarg wurde liebevoll von unseren starken Herren stets mitgetragen. Byebye Fescherstobe ond Schmette...

Zu unserem 20-Jährigem Bestehen holten wir für die Vorfasnacht unsere alten Kleider aus dem Keller. Der Kinderumzug und der Monster-Virus wurde zur Bunten sache vom Heidi über die Geburtstagstorte bis sogar zum ersten Kleid unserer Vereinsgeschichte wurden querbeet alle Kleider nochmals gezeigt. An der Fasnacht präsentierten wir unser Sujet Griechische Götter.

Nach langjähriger erfolgreicher Arbeit im Vorstand verabschiedete sich unser Präsidenten René Rohner. Als neuer Präsident wird Yves Segura gewählt. Zum ersten Mal in der Monsterguugger-Geschichte durften wir ein Aktiv-Ehrenmitglied küren: Marcel Rohner.


2012 ... bis heute

Bären, Bartgeier und Steinböcke wurden an der Fasnacht 2012 im Innerschwiizer Nationalpark gesichtet. Das Sujet kam bei Jung und Alt gut an, ebenso unser passendes Marschstück "Luegit vo Bärg und Tal". Im 2013 wünschten wir unseren Lozärner Schwinger viel Glück für das Eidgenössiche in Burgdorf und hofften auf "E König för Lozärn". Das traditionelle Sujet wurde untermalt von einem einstudierten Naturjutz, dem Wyberhagejutz. Die SBB wurde dann im Jahr 2014 auf die Schippe genommen. Bei manch einem Lokiführer im Ruhestand kam der sanfte Seitenhieb auf die Schweizerische Bundesbahnen nicht gut an. So wurde unser Sujet auch in den Leserbriefen der Luzerner Tagespresse thematisiert.

Mal dunkel und mysthisch, mal fröhlich und aktuell. Wir Monster-Guugger haben uns werder Sujet-/ noch Repertoiretechnisch einem bestimmten Zielpublikum verschrieben. So zogen wir an der Fasnacht 2015 nach mehreren aktuellen und politisch brisanten Sujets wieder mit einem Phantasiemotto durch die Gassen. Als apokalyptische Reiter beschwörten wir den Weltuntergang herbei.

Das 25-jährige Jubiläum feierten wir Total monströs: Mit dem "De alljöhrlich Wandel" zeigten wir dem Publikum die Metamorphose vom Mensch zu Monster. Als kleine Hommage an das erste Sujet waren in Buchrain in der Fasnachtsvorbereitungen immer wieder Hüte zu sehen und das Dorf Bueri wurde aufgefordert verkleidet mit Hut die Fasnacht zu feiern. Sei es als Fahne, Bastelanleitung, Flyer oder als Bodentattoo ganz Bueri wurde auf spannende Art und Weise auf Trab gehalten. Die letzten Spuren des Jubiäums verschwanden dann erst im Frühling mit einer Putzaktion...

Möge sich diese unsere Geschichte noch über Jahre hinweg mit vielen neuen und interessanten Zeilen bereichern... Bleib dran ;o)

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